Flüchtlingslager Schneidemühl

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    • Flüchtlingslager Schneidemühl

      Hallo,

      ich habe mal eine Frage.
      Wer kann sich daraus ein Bild machen.
      Ich habe ein Bild von einer Familie aus Groß Nelke bei Wollstein.
      Zu sehen sind die Eltern und drei ihrer Kinder. Das Alter der Kinder etwa 14, 19 und 23. Der 14-jährige trägt eine HJ-Uniform mit Hakenkreuzbinde.
      Auf der Rückseite steht "Flüchtlings Andenken von Lager Schneidemühl 1934".
      Flüchtlinge war die Familie bis zur Vertreibung nach dem Krieg soviel ich weiß nicht. Tja wer versucht mir zu helfen. Was für ein Lager war Schneidemühl im Jahr 1934?

      Frank.
    • Hallo Frank,

      das steht in dem Wikipedia-Artikel de.wikipedia.org/wiki/Pi%C5%82a unter der Zwischenüberschrift Geschichte:
      Die Folge war ein großer Zustrom von Vertriebenen[6]
      und Flüchtlingen aus dem Gebiet des Polnischen Korridors sowie aus
      anderen nun unter polnische Hoheit gekommenen oder polnisch besetzten
      Gebieten. Die Einwohnerzahl stieg auf 43.000 an. In Räumen der
      Albatroswerke und in anderen Gebäuden in der Stadt wurden Zwischenlager
      eingerichtet. Von den etwa 168.000 über Schneidemühl geleiteten
      Flüchtlingen wurden rund 50.000 durch die Flüchtlingslager in
      Schneidemühl geschleust. Besonders groß war der Zustrom, als 1925 die
      sogenannten Optantenausweisungen aus Polen erfolgten.[7]
      Auf deutscher Seite sprach man von der „brennenden Grenze im Osten“;
      der Begriff bezog sich sowohl auf den Trennungsschmerz und
      revanchistische Gelüste bezüglich der verlorenen Gebiete auf der eigenen
      Seite als auch auf die zahlreichen und von den alliierten
      Weltkriegs-Siegermächten meist geduldeten Übertretungen des Versailler Vertrags
      von polnischer Seite. Der Ausbau Schneidemühls zu einem
      administrativen, kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum der
      Grenzregion sollte die dortigen Verhältnisse stabilisieren.

      Vielleicht ist das gemeint, der Zeitraum könnte passen.

      Viele Grüße
      Iris
    • Hallo Iris,

      das hatte ich auch schon gefunden. Ist nur 10 Jahre zu früh.
      Wie gesagt diese Familie lebte in Groß Nelke bei Wollstein. Dürfte eigentlich nicht in dieses Gebiet fallen.

      Ich könnte mir vielleicht vorstellen, dass die Nationalsozialisten diese ehemaligen Flüchtlingslager
      zu Lagern zur Erholung umfunktioniert haben. Warum sollte man sich sonst daran erinnern wollen.

      Frank
    • Hallo Frank,

      lebte die Familie denn ununterbrochen im Kreis Wollstein? Die Region gehörte doch in der Zwischenkriegszeit (1919 bis 1939) zu Polen und wurde erst durch den Einmarsch der Deutschen 1939 wieder deutsch. Vielleicht sind sie ja während der polnischen Zeit in ein deutsches Gebiet verzogen und lebten anfangs vorübergehend im Lager Schneidemühl. Es ist theoretisch ja möglich, dass sie 1934 nicht mehr im Lager lebten und das Foto bei einem "Erinnerungs"- Besuch in diesem Jahr entstanden ist. Es ist doch eher unwahrscheinlich, dass der Sohn eine HJ-Uniform getragen hat, wenn die Familie im 1934 polnischen Wollstein gelebt hätte.

      Viele Grüße
      Iris
    • Hallo Iris,

      also ich weiß nur 1908 in Wollstein geheiratet, Kinder in Groß Nelke geboren (1910, 1912, 1915 & 1920).
      Das war es dann schon. Der 1920 geborene ist der mit der Uniform.

      Kann schon sein, dass das ständige hin und her Polen, nicht Polen der Grund sind.

      Frank.

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